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Wien - Die Zukunftsmetropole

Das 21. Jahrhundert gilt als Zeitalter des urbanen Raums. Seit 2008 leben erstmals in der Geschichte weltweit mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Die Ursachen liegen meist im vermehrten Arbeitsplatzangebot sowie in der freieren Gestaltungsmöglichkeit des Lebensstils. Demzufolge wird sich die Verstädterung der Welt auch in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen. Die UNO schätzt, dass sich im Jahr 2030 das Verhältnis von Stadt- zu Landbewohnern und -bewohnerinnen (noch weiter) auf 60 zu 40 verschieben wird. Auch in Wien nimmt die Einwohneranzahl stetig zu. Laut Statistik Austria wird die Metropole bereits im Jahr 2038 die 2-Millionen-Einwohner-Grenze überschreiten.

Diese Entwicklungen bringen neue Herausforderungen für den Arbeits- und Lebensraum Wien mit sich. Wichtige Bereiche wie soziale Strukturen, Lebens- und Bildungschancen, (technische und organisatorische) Infrastrukturen, Versorgungssicherheit, Wohnen, Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes sowie politische Stabilität sind davon betroffen. Zudem erfordert ein effizienter und effektiver Urbanisierungsprozess auch die Miteinbeziehung des regionalen Umfelds. Wien kann diesbezüglich auch als Metropolregion verstanden werden, die die Rolle eines nationalen Motors für Österreich und Europa einnimmt. Für diese Positionierung bedarf es jedoch der Erzielung bzw. Haltung eines Topniveaus, welches nur durch Innovationsimpulse, u.a. von Seiten der Industrie, beispielsweise für die zukünftige Stadtgestaltung und der Zusammenarbeit zwischen urbanen Akteuren und Akteurinnen, generiert werden kann.

 

Wien liegt im weltweiten Stadtlebensqualität-Ranking der britischen Beratungsgesellschaft Mercer Human Resource Consulting auf Platz 1.[1] Bei dieser Untersuchung werden nicht nur politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Faktoren, sondern auch Komponenten wie persönliche Sicherheit, Gesundheit, das Bildungsangebot und die Infrastruktur berücksichtigt. Um dieses hohe Niveau an Lebensqualität auch halten zu können, gilt es daher zu eruieren, wie sich diese Lebensqualität im Lauf der Zeit entwickelt hat und welche Rahmenbedingungen für die Zukunft erforderlich sind, um diese Lebensqualität zu bewahren bzw. im Vergleich zu anderen Städten weiter auszubauen.

 

Die Industriellenvereinigung hat sich zum Ziel gesetzt, die für die Zukunft relevanten Rahmenbedingungen zur Erhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität in Wien mit Hilfe des future.labs und des future.monitors zu ermitteln. In weiterer Folge werden die Ergebnisse dieser Analyse in einer future.forum Veranstaltung zur Diskussion gestellt.


[1] Siehe auch: http://www.mercer.com/qualityofliving


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